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Verletzungen bei Katzen: Ursachen, Arten und Erste Hilfe



Katzen sind neugierige und aktive Tiere – dabei kommt es nicht selten zu Verletzungen. Ob Wohnungskatze oder Freigänger: Die Risiken unterscheiden sich, aber in beiden Fällen kann es zu ernsthaften Problemen kommen, wenn Verletzungen nicht rechtzeitig erkannt und behandelt werden. In diesem Artikel erfährst du, welche Verletzungen bei Katzen häufig auftreten, worin sich Freigänger und Wohnungskatzen unterscheiden und wie du im Ernstfall richtig Erste Hilfe leistest.



Häufige Verletzungen bei Freigängerkatzen


Freigängerkatzen sind tagtäglich Gefahren in der Außenwelt ausgesetzt. Zu den häufigsten Verletzungsursachen zählen:


1. Biss- und Kratzverletzungen

• Entstehen oft durch Revierkämpfe mit anderen Katzen oder Wildtieren.

• Können sich schnell entzünden, da Katzenbisse tief und bakterienreich sind.

• Typisch: Schwellung, Eiter, Schmerzempfindlichkeit.


2. Verkehrsunfälle

• Prellungen, Knochenbrüche, innere Verletzungen oder sogar lebensbedrohliche Traumata.

• Symptome: Hinken, Apathie, Unsauberkeit, blutiger Urin oder Atemnot.


3. Schnitt- und Risswunden

• Durch Glas, Dornen, Zäune oder spitze Gegenstände.

• Reichen von oberflächlichen Kratzern bis zu tiefen, klaffenden Wunden.


4. Parasiten- oder Zeckenbisse

• Jucken, Hautreizungen, Haarverlust oder Infektionen.

• Risiko für übertragbare Krankheiten (z. B. Borreliose, FIV bei Bisswunden).



Typische Verletzungen bei Wohnungskatzen


Auch Wohnungskatzen sind nicht völlig vor Verletzungen gefeit. Meist entstehen diese durch Unfälle in der Wohnung oder durch Spielverhalten.


1. Sturzverletzungen

• Auch als „High-Rise Syndrome“ bekannt: Katzen, die aus Fenstern oder vom Balkon stürzen.

• Folgen können sein: Knochenbrüche, innere Blutungen, Kieferverletzungen.


2. Pfotenverletzungen

• Durch Glasscherben, scharfe Möbelkanten oder eingeklemmte Krallen.

• Symptome: Humpeln, Lecken an der Pfote, Blutspuren.


3. Gelenk- und Muskelzerrungen

• Beim Springen, Rennen oder Spielen mit anderen Haustieren.

• Katze schont das Bein oder bewegt sich weniger.


4. Spielverletzungen

• Beim wilden Spiel mit Menschen oder Artgenossen können Kratzer, kleinere Bisswunden oder eingerissene Krallen entstehen.



Erste Hilfe bei Katzenverletzungen: Was tun im Notfall?


Katzen zeigen Schmerzen oft nur subtil. Daher ist es wichtig, auf Verhaltensänderungen oder körperliche Auffälligkeiten zu achten. Erste Hilfe kann Leben retten – doch nicht jede Verletzung kannst (oder solltest) du selbst behandeln.


Selbst behandelbar:

Leichte Schürfwunden

→ Reinigen mit warmem Wasser oder Kochsalzlösung, evtl. mit verdünntem Betaisodona desinfizieren.

→ Wunde sauber und trocken halten.

Kleine Kratzer oder oberflächliche Bisse

→ Beobachten, regelmäßig kontrollieren. Bei Schwellung oder Eiter zum Tierarzt.

Eingerissene Kralle

→ Blutung stoppen (z. B. mit Mull), Verband anlegen. Auf Lecken achten.


Unbedingt zum Tierarzt bei:

Starken oder anhaltenden Blutungen

Lahmheit oder offensichtlichen Knochenbrüchen

Stürzen aus größerer Höhe (auch wenn die Katze scheinbar normal wirkt!)

Atemnot, Bewusstlosigkeit oder starkem Speicheln

Bisswunden mit Schwellung, Eiter oder Wärme. Auch bei tieferen Bisswunden empfehle ich einen

  Tierarztbesuch.

Verhaltensänderung (z. B. plötzlich aggressiv, zieht sich zurück, frisst nicht)

Fremdkörper in der Wunde (z. B. Splitter, Glas)



Fazit


Verletzungen bei Katzen sind keine Seltenheit – vor allem bei Freigängern. Während kleinere Blessuren oft problemlos zu Hause versorgt werden können, sollten ernsthafte oder schwer einschätzbare Verletzungen immer von einem Tierarzt beurteilt werden. Ein aufmerksamer Blick auf das Verhalten deiner Katze und schnelles Handeln im Notfall können ihr Leben retten.





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